Chayenne kam im August 2005 zu mir. Eigentlich wollte ich ja gar keine Hündin aber wie es der Zufall so wollte, konnte ich dann doch nicht nein sagen. Der Weg von Gelsenkirchen nach Bremen ist sehr ruhig gewesen. Kein Gejaule und Gejammer. Das hat mich schon sehr verwundert. Immerhin war sie das erste Mal von ihrer Mama getrennt. Am nächsten Tag staunte ich dann wieder nicht schlecht. Bei unserem ersten gemeinsamen Spaziergang ließ ich sie in sicherer Umgebung von der Leine. Immerhin kannte ich es von meinen anderen beiden Hunden, dass sie sich gerade in den ersten Tagen nicht zu weit entfernen, da sie sich ja in der großen weiten Welt noch gar nicht auskennen. Und mich nicht mehr zu sehen, wäre das schlimmste auf der Welt gewesen. Aber nicht so Chayenne, sie ging sofort auf Entdeckungstour. Ich also ab ins Gebüsch und rief nur noch „LECKER,LECKER,LECKER!!!!!“ Laut ihrer Züchterin Manuela reagieren die Welpen super darauf. HAHAHA…. Ich hockte da und erntete nur einen kurzen Blick aus den Augenwinkeln.  So ging es tagelang weiter. Auch der Trick mit Flocke, die als Welpe von meinem Booker in der Beziehung super gelernt hatte, war nicht von Erfolg gekrönt. Chayenne fand das ziemlich albern von Flocke immer zu den Menschen zu laufen, obwohl die „Zeitung“ doch so viel neues erzählte. Meine Nachbarn haben schon gefragt, ob ich den Hund nicht umtaufen möchte in LECKERLECKERLECKER. Grrrr….  So brauchten wir eine ganze Weile, um uns aneinander zu gewöhnen. Es ist halt nicht einfach, wenn zwei Zicken auf einander treffen, aber aufgeben wollten wir auch nicht. Und das war nicht immer leicht. Da ich mit Chayenne auch auf dem Hundeplatz aktiv bin, gab es auch da immer wieder Höhen und Tiefen. Auch heute ist sie noch immer unberechenbar. Mal schleicht sie nur so dahin, dann wieder hüpft sie wie ein Flummi vor mir rum, damit sie endlich den Ball bekommt oder sie wirft mir einen kleinen Seitenblick zu und flitzt los, um ihren Kumpel, der auch gerade auf dem Platz ist, zu begrüßen. Dass ich mit einem mulmigen Gefühl in die Begleithundprüfung gegangen bin, kann sich wohl jeder denken. Aber auch das haben wir am 11.11.2007 geschafft. Wenn es darauf ankommt, ist halt doch Verlass auf sie! Nun versuchen wir es mit der Fährtenarbeit. Leider ist es immer schwierig, das richtige Gelände zu finden, ohne sich mit den Landwirten anzulegen. Aber dann dauert es halt ein bisschen länger bis wir eine Prüfung machen. Hauptsache es macht Spaß. In Bezug auf Menschen ist sie einfach Gold wert. Sie ist zu jedem nett und freut sich immer, wenn Besuch kommt. Obwohl sie selten Kontakt zu Kindern hat, weiß sie auch da ihre Energie zu dosieren. Sie spielt ganz anders, als wenn sie es mit einem Erwachsenen zu tun hat. Und genau deswegen lieben sie alle, die sie kennen. Auch mit Hunden, ob groß oder klein, jung oder alt, kommt sie super zurecht. Sie ist nie auf Streit aus, kann sich aber wehren, wenn es darauf ankommt. Und genau diese Punkte sind der Grund, warum ich mich entschlossen habe mit ihr zu Züchten. Leider währte dieses Glück nicht lange. Nach einem ausgiebigem Spieletag am Wasser ging es ihr plötzlich ziemlich schlecht. Sie wollte nicht mehr fressen und sah ziemlich schlecht aus. Einen Tag später fuhren wir in die Tierklinik, doch keiner konnte sich erklären, was sie wirklich hatte. Aufgrund eines kleinen Verdachts, dass etwas mit der Milz nicht in Ordnung ist, wurde sie operiert. Der Verdacht bestätigte sich doch leider war sie für die OP schon zu schwach. Kurze Zeit später versagten alle Organe und trotzdem wir noch 5 Tage um sie gekämpft haben mußten wir sie ziehen lassen. Sie war ein starkes Mädchen, doch der Weg über die Regenbogenbrücke war eine Erlösung. Mein Dank geht an alle Mitarbeiter und Ärzte der Tierklinik Wittenberg, die sich so rührend bis zuletzt um Chayenne gekümmert haben.
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Weiße Schweizer Schäferhunde
“of-Sheep-Mountain”
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